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Dr. Markus Bauer

Ausstellung „Schlesien nach 1945 – Wege und Wandlungen einer europäischen Region"

Mit Texten und Bildern versucht die Ausstellung des Schlesischen Museums (Kuratoren: Magdalena Maruck und Markus Bauer) eine Annäherung an das polnische Schlesien von heute und lässt wichtige Stationen der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung seit 1945 Revue passieren. Die Ausstellung richtet einen Blick von außen auf das Land und wendet sich dabei dezidiert an ein Publikum in Deutschland, wo sich viele mit Schlesien verbunden fühlen. Es ist ein Versuch, sich das Schlesien von heute – das vertraute, fremd gewordene Land – besser verständlich zu machen.
Die Ausstellung wurde vom 11.02. bis 09.04.2012 im Schlesischen Museum zu Görlitz gezeigt und kann jetzt als Wanderausstellung entliehen werden.

Link:
www.schlesisches-museum.de/Schlesien-nach-1945-Weg.4293.0.html

 

Ausstellung „Adel in Schlesien“ 2014

2014 steht der Adel in Schlesien und in der Oberlausitz im Mittelpunkt eines deutsch-polnisch-tschechischen Projektes. Museen in Görlitz, Liegnitz, Breslau und Troppau wollen sich daran beteiligen, mit Ausstellungen, Vorträgen und Exkursionen. Sie knüpfen dabei an ein mehrjähriges, deutsch-polnisches Forschungsprojekt zum selben Thema an. Es wurde initiiert vom Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (http://www.bkge.de/15635.html); erste Ergebnisse sind in zwei Bänden publiziert (Adel in Schlesien, Bd.1 hrsg. von Jan Harasimowicz und  Matthias Weber;  Bd. 2, hrsg. von Joachim Bahlcke, Wojciech Mrozowicz u.a.)
Themen der geplanten Ausstellungen sind u.a. Kriegs- und Fürstendienst des Adels, Reisen, Auslandsstudium und Kavallierstour, Heiratsverbindungen und internationale Beziehungen, wirtschaftliche Grundlagen adligen Lebens, Adel und Kirche, adlige Lebenswelten, Memoria, schließlich die Herausforderung adliger Existenz durch die bürgerliche Gesellschaft seit dem Ende des 18. Jahrhundert, durch Diktatur, Krieg und Vertreibung im 20. Jahrhundert.
Die Ausstellungen, die 2014 gleichzeitig an mehreren Orten stattfinden werden, sollen in vielfältiger Weise miteinander korrespondieren, sich ergänzen und auf einander verweisen. Es wird eine gemeinsame Publikation und gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit geben. In der von ihm verantworteten Ausstellung behandelt das Schlesische Museum die Geschichte des schlesischen Adels seit der preußischen Eroberung Schlesiens, also seit der Mitte des 18. Jahrhunderts, mit Ausblicken bis in die Gegenwart.

Die beteiligten Museen sind:

  • das Schlesische Museum zu Görlitz (Dr. Markus Bauer)
  • das Kulturhistorische Museum der Stadt Görlitz (Dr. Jasper von Richthofen)
  • das Universitätsmuseum in Breslau / Muzeum Uniwersytetu Wrocławskiego  (Prof. Dr. hab. Jan Harasimowicz)
  • das Kupfermuseum in Liegnitz/  Muzeum Miedzi w Legnicy (mgr Andrzej Niedzielenko)
  • das Schlesische Landesmuseum in Troppau/ Slezské zemké muzeum  (Antonín Šimčik)

Link:
www.schlesisches-museum.de/Adel-in-Schlesien.4347.0.html

 

Ausstellung „Schlesische Erinnerungsorte“

Das Schlesische Museum bereitet derzeit eine Ausstellung vor, die den Arbeitstitel „Schlesische Erinnerungsorte“ trägt (Kurator: Markus Bauer). Es handelt sich um ein deutsch-polnisches Gemeinschaftsprojekt, das zusammen mit dem Schlesischen Museum in Kattowitz/  Muzeum Śląskie w Katowicach (Direktor Leszek Jodliński) realisiert wird. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Es handelt sich um eine Tafelausstellung mit Bildern und kurzen Texten, ohne dingliche Exponate.
Die Ausstellung orientiert sich an dem Begriff „Erinnerungsorte“, wie ihn Pierre Nora in die Geschichtswissenschaft eingeführt hat. Im Mittelpunkt stehen die unterschiedlichen Geschichtsbilder, die sich in Polen und Deutschland mit Schlesien verbinden. Besondere Beachtung finden Beispiele für eine „gespaltene Erinnerung“, „Orte“ in Schlesien und zentrale, emotionsbehaftete Themen in der schlesischen Geschichte, die von Deutschen und Polen mit unterschiedlicher, zuweilen geradezu gegensätzlicher Bedeutungen assoziiert werden.

Die Ausstellung soll rund 20 Tafeln umfassen, auf denen jeweils ein Erinnerungsort zur Darstellung kommt. Das Projekt steht noch am Anfang. Der Zeitpunkt für Fertigstellung und Präsentation der Ausstellung ist derzeit offen.