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Internationale Fachtagung der Historischen Kommission für Schlesien und des Schlesischen Museums zu Görlitz (Görlitz, 01. bis 03. Oktober 2015):

„Institutionen der Geschichtspflege und Geschichtsforschung in Schlesien: Von der Aufklärung bis zum Ersten Weltkrieg“

Die Ausrichtung der internationalen wissenschaftlichen Fachtagung „Institutionen der Geschichtspflege und Geschichtsforschung in Schlesien: Von der Aufklärung bis zum Ersten Weltkrieg“ (1. bis 3. Oktober 2015) erfolgt in Kooperation mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz, mit dem die Historische Kommission für Schlesien bereits in der Vergangenheit mehrere Kolloquien und Nachwuchstagungen gemeinsam organisiert hat. Die Tagung soll deutsche, polnische und tschechische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Arbeitsgebiete zusammenführen und so einen Wissenstransfer über die nationalen Grenzen verschiedener Wissenschaftskulturen hinweg ermöglichen. Ziel des dreitägigen Austausches ist es, ein genaues Bild über die Entstehung und Entwicklung der zahlreichen institutionellen Zusammenschlüsse in Schlesien zu erhalten, die sich seit der Zeit der Aufklärung mit Fragen der Vergangenheit des Raumes auseinandersetzten. Dies schließt Fragen über die Reichweite, Tiefe und Funktionalität des historischen Bewusstseins sowie ein Nachdenken über Formen der Aneignung und Vergegenwärtigung von Vergangenheit und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses mit ein.

Ziel des dreitägigen Austausches ist es, ein genaues und facettenreiches Bild über die sukzessive Entstehung der modernen, methodenbewussten und quellenkritischen Geschichtsforschung in Schlesien zwischen dem ausgehenden 18. Jahrhundert und dem Beginn des Ersten Weltkriegs zu erhalten. Hierfür konnten Referentinnen und Referenten aus drei Ländern – Deutschland, Polen und Tschechien – gewonnen werden, die für ihre jeweiligen Themenstellungen als ausgewiesene Experten gelten können.

Konkret werden die zahlreichen institutionellen Zusammenschlüsse (Gelehrte Gesellschaften, Vereine, Archive, Museen und universitäre Einrichtungen), die sich aus unterschiedlichen Beweggründen der Vergangenheit der Region widmeten, erstmals flächendeckend für Nieder- und Oberschlesien erfasst und analysiert, wobei auch der nach 1740 bei Österreich verbliebene Teil des Oderlandes Berücksichtigung findet. Der jeweilige Raum bzw. das Themenfeld „vaterländische Geschichte“ können dabei regional-, lokal- oder stadtgeschichtlich definiert sein, aber auch übergreifend in einem landes- und staatsgeschichtlichen Zugriff oder nach anderen Kriterien – nach Konfession, Nation oder sozialen Gegebenheiten – abgegrenzt werden.


Tagungsprogramm:

 

Donnerstag, 01. Oktober 2015

14:00 Uhr      Begrüßung der Teilnehmer und Eröffnung der Tagung (Markus Bauer, Joachim Bahlcke)

Moderation:   Markus Bauer (Görlitz)

14:15 Uhr      Roland Gehrke (Stuttgart): Zwischen „vaterländischer“ Geschichtsbegeiste­rung und wis­sen­schaft­licher Professionalisierung: Historische Ver­eine und Gesellschaf­ten im deutschsprachi­gen Raum bis 1914

15:00 Uhr      Joachim Bahlcke (Stuttgart): „Naturae et Patriae“. Aufklärungsgesellschaf­ten und Geschichtspflege in Schlesien um 1800

15:45 Uhr      Kaffeepause

16:15 Uhr      Norbert Kersken (Marburg an der Lahn): Der „Verein für Geschichte und Alterthum Schlesi­ens“ (1846) und an­dere wissenschaftliche Vereine Breslaus zwi­schen Aufklärung und Er­stem Welt­krieg

17:00 Uhr      Franziska Zach (Stuttgart): Die „Schlesische Gesellschaft für vaterländische Cultur“ im 19. Jahr­hundert

17:45 Uhr      Abendessen

19:15 Uhr      Arno Herzig (Hamburg): Geschichtsforschung in der Me­tropole Schlesiens. Das Histo­rische Seminar der Uni­versität Breslau im 19. Jahrhundert (öffentlicher Abendvortrag)


Freitag, 02. Oktober 2015 

Moderation:    Roland Gehrke (Stuttgart)

09:00 Uhr       Ulrich Schmilewski (Würzburg): Patriotismus und Universalität. Der „Verein für die Ge­schichte der Stadt Glogau“ (1824) und die „Neisser Philo­matie“ (1838)

09:45 Uhr       Dietrich Meyer (Herrnhut): Der „Verein für Geschichte der evangelischen Kir­che Schle­siens“ und die „Gesellschaft für die Ge­schichte des Protestan­tismus in Österreich“ und ihre Vorgeschichte

10:30 Uhr       Kaffeepause

11:00 Uhr       Michael Hirschfeld (Vechta): Das Diözesanarchiv und -museum in Breslau und der Bei­trag katholi­scher Geistlicher zur Ge­schichtspflege in Schlesien  vor dem Ersten Welt­krieg

11:45 Uhr       Ryszard Kaczmarek (Kattowitz/Katowice): Geschichtspflege und Vereinswesen in Preußisch-Oberschlesien vor dem Ersten Weltkrieg

12:30 Uhr       Mittagessen; anschließend gemeinsamer Spazier­gang zum „Heiligen Grab“ (mit Füh­rung)

Moderation:    Arno Herzig (Hamburg)

15:15 Uhr       Marie Gawrecká (Troppau/Opava): Geschichtspflege und Vereinswesen in Österreichisch-Schlesien vor dem Ersten Weltkrieg

16:00 Uhr       Kaffeepause

16:30 Uhr       Małgorzata Ruchniewicz (Breslau/Wrocław): Historische Vereinigungen und Geschichtspflege im Glat­zer Raum vor dem Ersten Weltkrieg

17:15 Uhr       Christian Speer (Halle an der Saale): Die „Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaf­ten“ auf dem Weg von einer universalen Sozietät zu einer Insti­tution der Pflege oberlausit­zisch-schlesischer Landesge­schichte

18:00 Uhr       Abendessen


Samstag, 03. Oktober 2015

Moderation:    Joachim Bahlcke (Stuttgart)

09:00 Uhr       Wojciech Mrozowicz (Breslau/Wrocław): Die Bibliotheken Schlesiens als Orte der Geschichtspflege vor dem Er­sten Weltkrieg (mit besonderer Berücksichti­gung der Universitätsbib­liothek und der Stadtbibliothek in Breslau)

09:45 Uhr       Rościsław Żerelik (Breslau/Wrocław): Das „Kgl. Akademische Provinzialarchiv“ zu Breslau und die Organisa­tion des schlesischen Archivwesens im 19. Jahrhun­dert

10:30 Uhr       Kaffeepause

11:00 Uhr       Urszula Bończuk-Dawidziuk (Breslau/Wrocław): Die Geschichtspflege im Universitätsmuseum in Breslau und in anderen Museen Schlesiens vor dem Ersten Welt­krieg

11:45 Uhr       Eligiusz Janus (Marburg an der Lahn): Die Perspektive der Zentrale. Geschichtspflege und Ge­schichtswissen­schaft in der Kulturpolitik der Berliner Re­gierung und der Provinzver­waltung am Beispiel Schlesien

12:30 Uhr       Schlussdiskussion

13:00 Uhr       Ende der Tagung; Abreise


Wissenschaftliche Leitung:

Joachim Bahlcke, Roland Gehrke

 

Ansprechpartner für organisatorische Anfragen:

Alexandra Schellenberg,

Historisches Institut der Universität Stuttgart,

Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit

Keplerstraße 17, D-70174 Stuttgart

Telefon: 0711/ 685 – 8 23 41

E-Mail: alexandra.schellenberg@hi.uni-stuttgart.de


Tagungsort:

Schlesisches Museum zu Görlitz

Schönhof, Brüderstraße 8

D-02806 Görlitz

Telefon: 03581/ 8791 – 0


Die Veranstaltung wird gefördert von der Beauftragten der Bundes­regierung für Kultur und Medien.

 

 

Mitgliederversammlung: 2.-3. 11.2012 in Pforzheim
Die antinapoleonischen Befreiungskriege in zeitgenössischer Erfahrung und geschichtspolitischer Deutung: Schlesien – Preußen – Deutschland

Tagungsleitung: Roland Gehrke
Tagungsort: Stadtarchiv Pforzheim, Kronprinzenstraße 28, D-75177 Pforzheim (vom Hauptbahnhof Pforzheim aus in wenigen Minuten erreichbar)
Veranstalter: Historische Kommission für Schlesien, Unter dem Heiligenwald 12, D-35096 Weimar/Lahn

Für wissenschaftliche und organisatorische Anfragen:
PD Dr. Roland Gehrke
Historisches Institut der Universität Stuttgart
Keplerstraße 17, D-70174 Stuttgart
Telefon: 0711/ 685 – 8 24 96
E-Mail: roland.gehrke@hi.uni-stuttgart.de

Eine Publikation der Tagungsbeiträge sowie einiger weiterer ergänzender Artikel ist vorgesehen in der Schriftenreihe „Neue Forschungen zur Schlesischen Geschichte“, hrsg. von Joachim Bahlcke (voraussichtlicher Erscheinungstermin: Ende 2013)
 
Programm der Tagung
Freitag, 02. November 2012
13:00 Uhr:    Begrüßung der Teilnehmer
13:10 Uhr:    Führung durch das Stadtarchiv Pforzheim
14:00 Uhr:    Roland Gehrke (Stuttgart): Eröffnung der Tagung
14:15 Uhr:    Sebastian Dörfler (Stuttgart): „Der reguläre Krieg ist vorüber – der National­krieg möge beginnen!“ Imaginationen der Befrei­ungs­kriege in Russland und Preußen 1806-1813
15:00 Uhr:    Roland Gehrke (Stuttgart): „An mein Volk!“ Die Breslauer Proklamation Friedrich Wilhelms III. und die Ge­schichte ihrer Rezeption
15:45 Uhr:    Kaffeepause
16:15 Uhr:    Bärbel Sunderbrink (Hagen): Zwischen nationaler Euphorie und Verweigerung. Die Befreiungskriege aus der Sicht preußischer Kriegsteilnehmer
17:00 Uhr:    Benjamin Hasselhorn (Passau): Der Mythos des Freiwilligen in den Befreiungs­kriegen
17:45 Uhr:    Arno Herzig (Hamburg): Henrik Steffens und die „Erhebung in Breslau“ 1813. Reminiszenzen zu sei­nen Erinnerungen und seiner Korrespondenz aus den Jahren 1813-1816
19:00 Uhr:    Gemeinsames Abendessen

Sonnabend, 03. November 2012:
09:00 Uhr:    Christian-Erdmann Schott (Mainz): Die Diskussion um das nationale Gedenken nach den Freiheitskriegen in Schle­sien
09:45 Uhr:    Ulrich Schmilewski (Würzburg): Verordnete Geschichtsschreibung? Regierungs­amtliche Anweisungen zum Verfassen von Chro­ni­ken als Folge der Befreiungskriege
10:30 Uhr:    Kaffeepause
11:00 Uhr:    Maria Schulz (Berlin): Romane, Ausstellungen, Denkmale: Die Erinne­rungen an die napoleonische Zeit in Schlesien 1813-1945
11:45 Uhr:    Armin Owzar (Freiburg): Aufstand oder Apathie? Befreiung oder Beset­zung? Zur Deutung der antinapoleonischen Kriege im Königreich Westfalen
12:30 Uhr:    Eva Maria Werner (Innsbruck): Grundstein eines goldenen Zeitalters oder natio­na­les Unglück? Der Wiener Kongress in der Erin­ne­rungskultur
13:15 Uhr:    Schlussdiskussion - Leitung: Roland Gehrke
13:45 Uhr:    Ende der Tagung; Abreise

 

Buchpräsentation • Vorträge • Gespräch: Adel in Schlesien - Ein europäisches Thema
Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Oldenburg, dem Oberschlesischen Landesmuseum und dem Haus Schlesien, Dokumentations- und Informationszentrum für schlesische Landeskunde
Programm unter:  www.hiko-schlesien.de/content/Adel-in-Schlesien_Buchpräsentation.pdf

 

Jahrestagung „Juden in Schlesien“ vom 25. bis 28. September 2011 in Breslau
Tagungsprogramm unter: www.hiko-schlesien.de/content/Programm Tagung Breslau_Stand 22.06.2011.doc

 

Internationale Nachwuchstagung der Historischen Kommission für Schlesien in Zusammenarbeit mit dem Schlesischen Museum zu Görlitz 2009 [update]
Vom 27.11.2009-29.11.2009 wird im Schlesischen Museum in Görlitz die diesjährige internationale Nachwuchstagung der Historischen Kommission für Schlesien stattfinden.Organisatoren der Tagung, die sich "Schlesien als Anliegen einer deutsch-polnischen Regionalgeschichte" widmen wird, sind Prof. Dr. Joachim Bahlcke  (Universität Stuttgart) und Prof. Dr. Thomas Wünsch (Universität Passau).
Update: Das Tagungsprogramm kann nun unter http://www.hiko-schlesien.de/content/data/Programm_Görlitz_2009.pdf eingesehen werden.

 

Neues Projekt an der Universität Passau: „Der erzwungene Bevölkerungstransfer der Jahre 1944–1950 in der deutschen und polnischen Literatur – Fremd- und Kolonisierungswahrnehmungen im Dreieck Deutsche – Polen – Russen“
Das Projekt des Lehrstuhls für Slavische Literaturen und Kulturen an der Universität Passau (Prof. Dr. Dirk Uffelmann) wurde vor kurzem in die Förderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie der Universität Passau aufgenommen. Die erste Projektphase vom 1. Januar 2009 bis zum 30. Juni 2010 wird sich mit dem Schwerpunkt Niederschlesien beschäftigen. Die zuständige Mitarbeiterin ist Frau Marta Podolczak, M.A..
URL http://www.phil.uni-passau.de/slavische-literaturen-und-kulturen/forschu...